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Nachts in der Bibliothek…

5. Lange Nacht der Familie – Bericht. Ein Fall für „kleine“ und „große“ Detektive

In bewährter Kooperation mit dem Paul Gerhardt Stift und der Stadtteilbibliothek Berlin-Mitte haben wir wieder an der Langen Nacht der Familie teilgenommen und einen Abend zum Thema „Ein Fall für große und kleine Detektive“ geplant. Die Veranstaltung begann in der kleinen Bibliothek des Paul Gerhardt Stifts, in der wir Familien verschiedener Nationalitä- ten begrüßen konnten. Plötzlich ging ein großer Schrecken durch den Raum. Eine Mitarbeiterin der Bibliothek teilte mit, dass ein wertvolles Buch verschwunden sei. Sie benötigte dringend Hilfe von erfahrenen Detektiven, um herauszufinden was mit dem Buch geschehen ist. Alle Familien waren sofort bereit zu helfen.

Dazu mussten sie an 5 Stationen erst einmal ihre detektivischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Alle Sinne wurden getestet (Riechen, Hören, Sehen, Schmecken, Tasten).

Nachdem die „Detektivprüfung“ mit viel Freude und Einsatz von jeder Familie be- standen wurde, konnten sich alle mit einem selbstgemalten Portrait und einem Fingerabdruck einen eigenen Detektivausweis ausstellen. Bevor nun die Suche losging, erfolgte die Einstimmung mit einem Detektivlied. Mit Taschenlampen und Aus- weisen ausgerüstet, ging es hinaus auf die Straße, um den Weg des Diebes anhand von Fußspuren zu suchen. Das machte sehr viel Spaß und führte schließlich zur Geschäftsstelle des Deutschen Familienverbandes. Hier mussten die Detektivausweise vorgezeigt werden, um Einlass zu bekommen. Im Flur des DFV wurde das „Nachtlager“ des Diebes mit einigen Hinterlassenschaften vorgefunden. Der Schlafsack und alle herumliegenden Dinge wurden genau un- tersucht. Auf einem Flyer der Stadtteil- bibliothek Mitte wurde eine winzige, mit der Hand geschriebene Telefonnummer entdeckt. Ein Kind erklärte sich bereit die Nummer anzurufen und hatte eine völ- lig aufgelöste Mitarbeiterin der Bibliothek am Apparat. Sie erzählte, dass in ihren Räumen ein unbekannter Mann umherschleicht, der sich sehr auffällig benimmt. Sie würde dringend Hilfe benötigen. Die Familien sagten ihr die Hilfe zu, sangen sich Mut mit dem Detektivlied an und fanden im Dunkeln den mit Hinweisschildern markier- ten Weg zur Stadtteilbibliothek. Dort war ebenfalls alles dunkel und die Familien erhielten Einlass mit ihrem Detektivausweis. Die Mitarbeiterin lud zunächst alle dazu ein, sich nach der ganzen Aufregung zu stär- ken. Das Buffet war liebevoll zum Thema dekoriert und erfreute alle hungrigen und durstigen Detektive.

Völlig unerwartet rannte auf einmal ein Un- bekannter mit einer Kapuzenjacke durch den Raum und flüchtete Hals über Kopf aus der Bibliothek. Die Familien hatten alles gut beobachtet und festgestellt, dass der Dieb das gestohlene Buch nicht dabei hatte. Es musste also noch in der Bibliothek sein. Die Suche begann – unter lautstarkem Singen des Detektivliedes und mit Taschenlampen ausgerüstet – durch die dunkle Bibliothek. Am Ende des Raumes wurden die ersten Handabdrücke entdeckt. Immer weitere tauchten auf und führten schließlich zu einem Schacht in der 2. Etage, in dem sich das wertvolle Buch befand. Alle waren überglücklich, das Buch gefunden zu haben und erhielten ein „Belohnungstütchen“ mit süßem Inhalt. Zum Abschluss des Abends gab es ein Bilderbuchkino, bei dem die Kuh Lieselotte verzweifelt, aber am Ende doch mit Erfolg einen Schatz suchte.

Alle Familien waren während der Veranstaltung mit Einsatz und Eifer dabei. Sie hatten viel Spaß beim Lösen der Aufgaben und lobten das Team der drei Kooperationspartner für die tolle Veranstaltung.

Auch uns als Team hat es wieder sehr viel Freude gemacht, Familien mit unserer Veranstaltung für die Lange Nacht der Familie zu begeistern. Wie auch schon in den Vorjahren, war es wieder ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperationsveranstaltung der drei beteiligten Träger.

Martina Engel (DFV)